Hühnerfarm – chickenbusiness

CAM2Immer wieder komme ich in Kontakt mit StartUp Mädchen. Warum StartUp? Nun, sie sind gerade dabei herauszufinden, wie man im Netz Geld verdienen kann.

Und was ist einfacher als vor der Kamera ein wenig die Möpse schaukeln zu lassen. Schnell verdientes Geld. Aber wenn man dann sieht, unter welchen unsäglichen Bedingungen „die ihr Geschäft aufmachen“ !

Es fängt schon beim „Produkt“ an. Manche (selbst Junge) haben eine so schlechte Figur, teilweise entstellt durch Geburten , OPs oder Unfälle. Können sie natürlich nichts dafür, aber förderlich für das „Geschäft“ ist es mit Sicherheit nicht. Dazu kommt noch die absolute Unfähigkeit, sich vor der Kamera zu bewegen. Weder die hübschen und wohlgebauten , aber vor Allem nicht die zu vor Erwähnten. Man sollte doch meinen, wenn man nicht die besten Proportionen hat, dann dreht und wendet man sich vor der Kamera so, dass es nicht all zu offensichtlich ist, dass man mit entsprechender leichter Kleidung und Licht die Schwachstellen kaschiert. cc2Nichts da. Dabei ist es so einfach, sich im Netz ein paar Anregungen zu holen, wie machen es die anderen, wie halten sie eine halbe Stunde die Leute bei der Stange, sprich aufmerksam vor der Kamera, ohne wirklich etwas gezeigt zu haben.

Aber sie hängen da mit krummem Rücken auf einem Plastikhocker, oder einfach nur auf dem schlichten Holzboden und wiederholen gebetsmühlenartig, dass man doch Geld schicken möge und dann, ja dann, würden sie alles zeigen und machen was der verehrte Zuschauer denn wolle. Wenn man dann sagt, wohl wissend, dass man eingentlich nichts erwarten kann, dass man ja garnicht wisse, wie sie aussehe, dann wird auf Unverständnis geschaltet.

Schließlich muss man sehr direkt werden und nach einer Probe ihres Könnens fragen. Meistens erhält man dann einen wirklich sehr kurzen Abriss: einmal T-Shirt hochgezogen, der verwaschene, schlechte sitzende BH kommt zum Vorschein und nach Aufforderung wird dann auch der Busen ausgepackt. Oft nicht ansehnlich. Schon ist man dabei, entnervt aufzugeben, aber es juckt einen doch. Sie setzt sich also wieder hin und schon kommt die erneute Frage nach der Überweisung. Irgendwie will man nicht, aber man fragt doch: und . . . was ist mit unten rum? Wieder Diskussion, dann steht sie auf , knöpft die Shorts auf, zum Vorschein kommt so ein richtiger Omaschlüpfer, der wird kurz heruntergezogen. Es ist dunkel, es kommt ein riesiger dunkler Busch zu Vorschein, man sieht eigentlich garnichts. Da zieht sie sich schon wieder an und nervt schon wieder: „ich habe dir doch jetzt ALLES gezeigt, wann schickst du das Geld?“

Wie gesagt, speziell auf den Philippinen sind wirklich viele Mädchen sehr arm. Aber man sollte erwarten, dass sie den finanziellen Nachteil mit ein wenig Energie, Aufwand und Herzlicheit auffangen. Leider nicht. Und dazu verstehen sie auch nicht, dass, nicht zuletzt dem unglaublichen Angebot im Netzt geschuldet, ihre eigene Performance so etwas von unattraktiv ist.

Wer zahlt wirklich Geld dafür?

BeautyPlus_20150503165827_orgEin zusätzliches Handicap sind die technischen Voraussetzungen. Sehr häufig ist die Leitung zu schlecht, das Equipment vor Ort so veraltet, dass man auf dem Monitor nur Schemen, Schleier, dunkle, ruckelige Bewegungen sieht. Der Raum selber ist dunkel oder es hängt eine nackte Glühbirne an der Decke, die den Focus der Kamera schließt. Es ist den Mädels auch nicht kurzfristig beizubringen, wie sie den Rechner zu positionieren haben, wie störend Gegenlicht ist. Und obwohl sie ja das Ergebnis selber auf ihrem screen sehen, verstehen sie einfach nicht, was sie verändern müssen, um ein halbwegs ordentliches Sehvergnügen zu gewährleisten.

Eigentlich sind also alle Vorbedingungen auf Katastrophe ausgerichtet. Manchesmal schmiere ich es den Mädels sehr geradeheraus aufs Butterbrot, und wenn sie nur halbwegs sensibel wären, würden sie meine Stimmung erfassen, trotzdem fragen sie immer weiter, wann ich ihnen denn nun Geld schicken würde. Und dann kommt der für mich unvorstellbarste Teil. Ich gebe also entnervt nach und sage dann: OK, „gimme ur datas“

Und dann geht die Fragerei los: „was meinst Du mit -datas- ?“

Ja, du wolltest doch Geld, wohin denn damit? „ I live in Philipines“ !

Ja klar, ich schmeiss also 50 $ „to the Philipines?“

what do you mean?“

Babyyy, jetzt sag doch einfach, wo das Geld hin soll.

to me“

So geht es gerne noch 10 Minuten weiter. Zwischendurch passiert es dann auch, dass die Mädels das Nachfragen nach den Daten als Hinhalterei interpretieren: „you do not want to send me money. First I showed u everything, now u not send, you are a liar!“

Manchmal hilft dann nur konsequentes Löschen / Blockieren des Kontaktes, sonst kann das ewig so weitergehen.

Ich habe es ein einziges Mal erlebt, dass nach einer kurzen Verhandlung mein Gegenüber sofort und komplett mir die notwendigen Transferinformation für z. B. WesternUnion gesendet hat.

Alle anderen waren nicht vorbereitet. Und ich hatte jedesmal den Eindruck, dass ich nicht der wirklich „Allererste“ war, den sie angehauen haben. Da frage ich mich doch, wie flach ist die Lernkurve?

Zum Schluss, um wieder das Motto der Effektivität nach vorne zu bringen: Haltet Euch nicht auf! Es kann ewig dauern, so ein Gespräch zu führen, für ein bischen nackte Haut. Es hat keinen Sinn außer für soziologische Studien.

So, das wars erstmal für heute, freue mich auf reges Antworten, bzw. Fragen und Vorschläge für neue Themen

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